Was ist ein Darlehen?

Das Darlehen Einfach Erklärt

Auszug: Large Loans – First Choice Finance

Übersetzt von Katrin F. – 2019

 

Wer eine finanzielle Verpflichtung eingehen möchte, sollte vorher genau wissen, worauf es ankommt und was beachtet werden muss. Ebenso ist es sinnvoll, im Vorfeld zu überlegen, wie hoch das Darlehen sein soll, und welche Laufzeit dieses haben sollte. Denn es gibt Kurzeitkredite mit Laufzeiten von 1 bis 5 Jahren und Darlehen, die bis zu 25 Jahren Laufzeit haben. Kredite mit längeren Laufzeiten und höheren Beträgen erfordern in der Regel eine gewisse finanzielle Sicherheit. Zum Beispiel muss man Eigenheimbesitzer sein oder über ein regelmäßiges Einkommen verfügen. Egal, für welche Art von Kredit sich entschieden wird, eine sachkundige Entscheidung muss deshalb immer getroffen werden.

 

Der Kredit erklärt:

Ein Kredit oder Darlehen ist ein, meist gegen Zahlung von Zinsen zur Verfügung gestelltes fremdes Kapital. Das Wort stammt vom italienischen credito, was so viel bedeutet wie „Leihwürdigkeit“. Bei einem Kredit handelt es sich um eine Vereinbarung. Ein Kreditgeber leiht einem Kreditnehmer Geld und der Kreditnehmer erklärt sich bereit, das Geld über einen festgelegten Zeitraum und mit Zinsen zu tilgen. Oft haben größere Kredite niedrigere Zinssätze. Aber das ist natürlich abhängig von der jeweiligen Bank. Die Höhe eines Darlehens kann ein paar Tausend Euro betragen oder auch mehrere Millionen Euro hoch sein. Ob ein Geldbetrag geliehen wird, hängt von den Lebensumständen ab und davon, ob der Kreditnehmer die Kriterien erfüllt. Die Kriterien hängen ebenfalls vom jeweiligen Kreditgeber ab.

 

Bei Großkrediten an Spezialisten wenden

Wer einen großen Kredit beantragen will, sollte sich an einen Spezialisten wenden, der ausführlich berät und hilft, das passende Darlehen auszuwählen. Denn diese können Großkredite sowohl für perfekte Kreditnehmer als auch für Kunden, die keine hohe Bonität nachweisen können, vermitteln. Dazu zählen Selbstständige, Personen mit Schufa-Eintrag, alleinerziehende Mütter, Pensionierte und Niedrigverdiener. Wenn diese Kunden sich eigenständig auf die Suche nach einem Großkredit machen sollten, müssen sie schlechte Kreditbedingungen in Kauf nehmen, oder erhalten überhaupt kein Darlehen. Experten in diesem Bereich helfen bei der Suche nach einem passenden Angebot zu guten Konditionen.

 

Worauf gilt es bei einer Kreditaufnahme zu achten?

Wenn es um die Aufnahme von Krediten geht, müssen Kreditgeber darauf achten, keine Kredite zu vergeben, die sich Kunden finanziell nicht leisten können. Zudem legen die Kreditanstalten fest, an welche Art von Kunden sie Kredite vergeben wollen. Grundsätzlich verlangt jede Bank und jedes Kreditinstitut, dass bestimmte Kriterien erfüllt werden müssen. In den meisten Fällen führt der Kreditgeber zudem eine Bonitätsprüfung durch. Diese muss vom Kunden bestanden werden, sonst erhält dieser kein Darlehen. Nachteilig wirken sich ein Schufa-Eintrag, ein Zahlungsausfall sowie aktuelle Schulden auf die Kreditwürdigkeit aus. Es ist deshalb sinnvoll, mit einem Berater zu sprechen, der durch das Labyrinth an Kreditgeberkriterien führt und ausführlich berät.

Nicht immer lässt sich ein Darlehen finden, denn einige Banken weisen bestimmte Kunden von vornherein zurück. Vor allem, wenn es sich um einen großen Kredit handelt. Wenn das der Fall sein sollte, gibt es noch die Möglichkeit, sich bei einer Bank im Ausland nach einem Darlehen umzusehen, allerdings ist ein solcher Kredit mit hohen Zinsen verbunden.

Eine Alternative stellen private Kreditgeber dar. Hier sollte aber ausschließlich auf seriöse Portale zurückgegriffen werden, um nicht mit Sonderkosten belastet zu werden. Ebenso kann in einem solchen Fall die Kreditsumme reduziert werden. Anstatt eines großen Darlehens lässt sich auch ein kleines Darlehen aufnehmen. Kleinkredite gibt es relativ leicht. Im Internet sind zahlreiche Vergleichsportale zu finden, mit denen schnell der passende Kredit gefunden ist. Auch hier kann ein sachkundiger Kreditberater weiterhelfen.

 

Welche Kreditarten gibt es?

Kredite gibt es viele. Aber was ist der Unterschied zwischen ihnen? Wer darf Kredite vergeben? Die verschiedenen Kreditarten unterscheiden sich in der Regel im Verwendungszweck, der Bereitstellungsart, der Besicherung und durch den Kreditgeber.

Der häufigste Kredit, der vergeben wird, ist der klassische Ratenkredit, auch Privatkredit oder Konsumkredit genannt, der zu freien Verwendung bereitsteht. Ebenso häufig wird ein Autokredit vergeben oder ein Darlehen zur Finanzierung eines Hauskaufs oder Hausbaus. Des Weiteren gibt es besicherte und unbesicherte Darlehen. Vergeben werden Geldkredite von Banken, Privatleuten, Vermittlern und öffentlichen Institutionen. Unabhängig von der Kreditart müssen in Deutschland bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Unter anderem muss der Kreditnehmer volljährig sein und seinen Wohnsitz in Deutschland haben. Ebenso muss er eine bestehende Bankverbindung sowie eine positive Schufa-Abfrage nachweisen können.

 

Die Kreditwürdigkeit im Detail erklärt:

Wie bereits erwähnt, ist die Kreditwürdigkeit der wichtigste Punkt bei der Beantragung eines Darlehns. Umso schlechter die Kreditwürdigkeit ist, desto höher sind die Zinsen des Kredits. Die Höhe der Zinssätze kann sich also stark unterscheiden. Die Schufa spielt bei der Bonitätsprüfung eine große Rolle. Diese Organisation überprüft für den Kreditgeber die Kreditwürdigkeit des Kunden. Die Schufa besitzt zahlreiche Informationen über das Bankkonto sowie offene Kredite und Zahlungsausfälle des Kunden. Diese Daten werden im Laufe der Jahre bei der Schufa gesammelt. Sie erstellt auf Basis dieser Informationen einen sogenannten Score, der die Kreditwürdigkeit widerspiegelt.

 

Was tun bei schlechter Kreditwürdigkeit?

Wer bei der Schufa durchgefallen ist und keinen guten Score erhalten hat, kann den Zinssatz sinken, indem er dem Kreditgeber eine Kreditsicherheit anbietet. Das kann eine Hypothek auf eine Immobile oder ein Grundstück oder eine Bürgschaft sein. Es muss sich um eine Sicherheit handeln, auf die der Kreditgeber im Falle einer Zahlungsunfähigkeit zugreifen kann. Wenn zum Beispiel ein Beamter Geld von der Bank leiht und im Gegenzug eine Hypothek auf sein Haus abschließt, ist der Zinssatz gering. Die Bank kann davon ausgehen, dass sie das verliehene Geld wieder zurückbekommt. Ein Kunde ohne regelmäßiges Einkommen wird es schwer haben, einen niedrigen Zinssatz zu bekommen.

 

Was ist der effektive jahreszins?

Der effektive Jahreszins bietet die beste Vergleichsmöglichkeit bei Krediten. Denn er berücksichtigt alle Kosten, die bei einem Darlehen anfallen. Der effektive Jahreszins ist demnach eine Kennzahl, welche die jährlichen Gesamtkosten des Kredits anzeigt, und zwar bezogen auf die Kreditsumme und die Laufzeit. Im Prinzip kann man mit einem Blick auf den effektiven Jahreszins erkennen, mit welchen jährlichen Kosten man rechnen muss. Wichtig: Der effektive Jahreszins spiegelt im Normalfall alle relevanten Kosten wider, bezieht aber die abgeschlossene Restschuldversicherung nicht mit ein. Eine solche Versicherung kann einen Kredit deutlich verteuern. Sie sollte bei der Berechnung der Kreditkosten unbedingt extra berücksichtigt werden.

Um den günstigsten Anbieter zu finden, ist es ratsam, dass ein Kunde immer zwei Angebote von einem Kreditnehmer beantragt: Eines mit und eines ohne Restschuldversicherung. Nur so lässt sich erkennen, welcher Anbieter und welcher Kredit der Günstigste ist.

 

Tilgung des Darlehns – es gibt verschiedene Möglichkeiten

Egal, um welche Form des Kredits oder Darlehns es sich handelt, es muss immer getilgt werden. Die Tilgung kann auf verschiedene Art und Weise erfolgen. Kreditnehmer sollten die drei gängigsten Formen kennen, bevor sie einen Kredit beantragen, denn die Tilgungsart wird bei Vertragsabschluss festgelegt. Die Tilgungsmöglichkeiten sind ein: Annuitätendarlehen, ein Abzahlungsdarlehen sowie ein endfälliges Darlehen.

Das am weitesten verbreitete Tilgungsverfahren ist das Annuitätendarlehen. Hier bleibt die monatliche Rate immer gleich, weil sich die Zins- und Tilgungsanteile innerhalb der Rate verändern. Bei diesem Darlehen verkürzen niedrige Zinsen die Laufzeit. Es gibt auch die Variante, bei welcher der Tilgungsanteil gleich bleibt, aber der Zinsanteil monatlich sinkt. Beim Abzahlungsdarlehen wird die Rate jedes Mal kleiner und die Zinsen haben Vorrang. Bei dem sogenannten endfälligen Darlehen zahlt der Kreditnehmer jeden Monat nur die Zinsen. Erst am Schluss erfolgt die komplette Tilgung der Summe. Dieses Modell kommt in der Regel bei einem Policendarlehen vor.

Für die meisten Kreditnehmer stellt das klassische Annuitätendarlehen die sinnvollste Variante dar. Das Abzahlungsdarlehen dagegen findet kaum noch Anwendung. Was das endfällige Darlehen angeht, so müssen die steuerlichen Vor- und Nachteile bei diesem Kredit zuerst geprüft werden, denn nicht immer lohnt sich diese Tilgungsart. Sinnvoll ist ein solches Darlehen, wenn der Kunde viele Investitionen tätigt und eine hohe finanzielle Flexibilität behalten möchte. Zudem können die Zinsen variabel gestaltet werden.

 

Fazit: Kreditentscheidung nie vorschnell treffen

Eine Entscheidung für einen Kredit sollte nicht leichtfertig oder sogar überstürzt getätigt werden. Es ist wichtig, sich ausgiebig über alles zu informieren und vor allem den Kreditvertrag im Vorfeld sorgfältig durchzulesen. Zudem sollte man sich überlegen, ob die Monatsraten auch abbezahlt werden können. Pro Monat fallen schnell mehrere Hundert Euro an Raten an. Ebenso sollten Verbraucher auf den effektiven Jahreszins und sämtliche Kosten achten, die im Zusammenhang mit dem Darlehen anfallen könnten. Wer sich von einem Sachverständigen beraten lässt, sollte lieber einmal zu viel fragen, um wirklich über alle Vertragsdetails Bescheid zu wissen.

Weiterhin ist es wichtig für den Kredit ein seriöses Kreditinstitut auszuwählen. Denn unseriöse Kreditvermittler betrügen oft oder berechnen hohe Provisionen. Anbieter von Darlehen, die eine Vorkasse verlangen, sollten nicht in Anspruch genommen werden, hier kann es passieren, das am Ende gar kein Kredit vergeben wird. Ebenso sollten alle Anbieter vermieden werden, die teure Hotlines haben oder horrende Gebühren verlangen.

Diese Kreditgeber wollen sich an dem Kunden bereichern, anstatt ihm einen Kredit anzubieten. Was Darlehen ohne Schufa-Kontrolle angeht, so handelt es sich meistens um Kredite mit enorm hohen Zinsen oder Betrüger. Am besten ist es, sich an einen Experten zu wenden, der sich mit den verschiedenen Kreditarten auskennt und bei der Wahl des passenden Darlehns hilft. Denn einen falsch abgeschlossenen Kreditvertrag kann man nur in den ersten 14 Tagen kündigen. Danach ist ein Widerrufsrecht eigentlich nicht mehr möglich. Wer die Ratenzahlungen ignoriert, verschlimmert seine Lage noch stärker.

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